Alpiner Pilgerweg Saas Fee – Domodossola 10. – 14.07.2016

Der Pilgerweg ist 60km lang, mit einem Höhenunterschied von 2500m, dem Antronapass als höchsten und Domodossola als tiefsten Punkt.

Sonntag 10. Juli
Der 10. Juli, unser Reisetag, führt uns aus der Ostschweiz ins Wallis nach Saas Fee. Nach einem feinen Mittagessen wandern wir den Kapellenweg nach Saas Almagell.
Für jedes Rosenkranzsätzli steht ein Bildstöckli. Wir erinnern uns an die Jugend, als Rosenkranzbeten zu unserem Alltag gehörte.
Eigentlich haben alle Lust, den Mattmarkstausee zu besichtigen. Wir fahren mit dem Bus hoch und steigen über blühende Alpweiden zurück zum Hotel Monte Moro. Zimmer und Nachtessen sind vom Feinsten.

Montag 11. Juli
Mit der Sesselbahn sind wir im Nu auf dem Heidbodme, wo unsere Wanderung beginnt.
Durch die ganze „Saison Alpenblumen“ stehen wir auf dem Antronapass vor einem grossen und steilen Schneefeld.
Unser Glück, dass der Schnee weich ist und wir heil den Abstieg zum Biwak Cingino schaffen. Die Hütte liegt etwas unterhalb des gleichnamigen Stausees. Die Umgebung ist Revier vieler Steinböcke, die furchtlos bis vor die Hütte kommen.

Dienstag 12. Juli
Der Antroneserweg, der über eine beeindruckende Strecke zum Antronasee und dem einzigen Hotel in der Umgebung führt, wurde im 17. Jahrhundert von Säumern und Kaufleuten genutzt.
Wir steigen über alpine Weiden zwischen Lärchen, Alpenrosen und Latschenkiefern auf ca. 900m ab.
Im Hotel werden wir extrem verwöhnt, es war wie im Schlaraffenland.

Mittwoch 13. Juli
Wir folgen dem alten Weg der Strada Antronesca vorbei an Dörfern mit langer geschichtlicher Tradition. Zeugnisse der antiken Handwerks- und Anbaukunst erzählen uns davon. Die Eisenminen aus vergangenen Jahrhunderten, hatten grosse Bedeutung für das Tal.
Auf unserem Pilgerweg, den unzählige Kirchen und Kapellen säumten, war jede einzelne abgeschlossen …
Übernachtung in Boschetto, Essen und Logis come bella Italia.

Donnerstag 14. Juli
Die Strecke verläuft mit dem Hang auf antiken Wegen aus Stein, durch schattige Kastanienwälder und Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Der Sacro Monte Calvario (ein UNESCO Weltkulturerbe), der mit prächtigen Kapellen des Kreuzwegs geschmückt und von namhaften Künstlern der Antike ausgestattet ist, war eine Pilgerreise wert.
Der internationale Bahnhof, der mit verschiedenen Erweiterungen in 19. und 20. Jahrhundert, auch jetzt in einer dieser künstlerischen Bauphase steckt, ist Ausgangspunkt unserer Weiter- und Heimreise.

Tourenleiter: Carlo Clematide
Teilnehmer: Köbi Engeli
Nico Engler
Rita Fürer
Harald Hoffmann
Vreni Ramsbacher
Urs Ritter
Brigitte Wetter
Tourenbericht von: Brigitte Wetter (Text)
Carlo Clematide (Fotos)
Harald Hoffmann (Fotos)

Weitersagen:
Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail